Zu Dir selber gehn

Es gibt ja viele, zum Teil wunderschöne Geschichten, Romane über die Begegnung mit sich selbst.

Tun sich Frauen leichter damit als Männer? Ich glaube schon. Bin aber nicht sicher, vielleicht ist es ja auch nur in meinen Umfeld so, das Frauen selbstkritischer mit sich sind als Männer.

Eigene Fehler einzustehen ist nicht leicht. Für manche gar unmöglich und die Schuld ist immer beim anderen. Sieht man oft. Manche steigern sich so extrem hinein, dass das die Nicht-Wahrheit komplett für sie zu Wahrheit wird. Nur nichts zugeben müssen, nur nicht zugeben, dass man manches nichts weiß oder Schwächen hat.
Dabei macht dies genau die Attraktivität eines Menschen aus. Schwächen zu zugeben. Peinlich wird es immer dann, wenn so gerne der Perfektionismus zu Schau gestellt wird, den es offensichtlich gar nicht gibt.
Warum wollen wir jemand sein der wir gar nicht sind?
Midlifecrisis bei Männern, wie lange dauert die eigentlich? Für Männer wie Frauen auch, ist das „ich werde älter“ ein Thema. Für Männer aber, so scheint es, heutzutage, ein Größeres.
Warum 50jährige Männer 20jährigen Frauen nachstarren, ist mir ein Rätsel, Frage des Stils. Denn keine 20jährige lässt sich einfach so mit einem 50jährigen ein, es sei denn er hat Geld. Ist so, dazu habe ich mit zu vielen 20jährigen gesprochen und die Aussagen sind immer gleich und sehr eindeutig.

Wenn man das weiß und das akzeptiert ist es doch auch komplett ok. Man darf es nur nicht über einander legen. Heute leben anscheinend viele 20jährige ein schönes, reiches Leben, das ist dann mehr Wert wie ein junger, knackiger Kerl, wenigstens im Moment.

Frauen sind da ehrlicher mit sich selber. So viel mehr kritischer. Hinterfragt viel mehr.
Ist vielleicht nicht besser, aber auf alle Fälle ehrlicher.

Wer bin ich und was möchte ich sein? Wie möchte ich sein und wahrgenommen werden?

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WAS SIEHST DU IM SPIEGEL
Wer in den Spiegel des Wassers blickt, sieht allerdings zunächst sein eigenes Bild.

Wer zu sich selber geht, riskiert die Begegnung mit sich selbst.
Der Spiegel schmeichelt nicht, er zeigt getreu, was in ihn hineinschaut,
nämlich jenes Gesicht, das wir der Welt nie zeigen,
weil wir es durch die Persona, die Maske des Schauspielers, verhüllen.
Der Spiegel aber liegt hinter der Maske und zeigt das wahre Gesicht.
Dies ist die erste Mutprobe auf dem inneren Wege, eine Probe, die genügt,
um die meisten abzuschrecken, denn die Begegnung mit sich selber
gehört zu den unangenehmeren Dingen, denen man entgeht,
solange man alles Negative auf die Umgebung projizieren kann.
© Carl Gustav Jung, [1875 – 1961]

Love
Kimi
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