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Escort München und die dunkle Nacht

Die dunkle Nacht.
Hatte schon als Kind für mich etwas besonderes. Gedanken, schwer und bleiern, die aufsteigen und einen traurig, ängstlich machen. Und am Morgen sind diese Gedanken leichter und unbeschwerter und man fragt sich „warum nur fühlte  ich gestern Nacht SO schwer darüber, warum nur schienen mir meine Gedanken, Sorgen,   so unüberwindbar, war meine Angst vor der Dunkelheit (als Kind) so groß“?
Es kamen keinen Geister, die mich mitnahmen, meinen Kopf unter der Bettdecke versteht, für Stunden, das Haus meiner Großmutter, flösste mir immer solche Gedanken ein, war es doch ein jahrhundertealter Hof, früher Bauernhof, mit knirschenden Holzdielen und Türen, alles war lebendig, dachte ich immer. Und wenn die Vögel dann auch noch auf dem Dach spazierten war es irgendwann zu viel, meine Phantasie ging durch und mit ihr die Ängste.

Die dunkle Nacht. Darüber gibt es viele Geschichten, Gedichte, Poesie.

Einer der für mich die schönsten Gedichten geschrieben hat, ist s mein Lieblings-Lyriker, Pablo Neruda (Chile) verfasst, ein sehr sensibler Mann und Mensch mit politischem Interesse und Akteur, in Europa wurde er  bekannt durch sein Band: !20 Liebesgedichte und ein Lied der Verzweiflung“ . Hat  er verfasst, als er noch keine 20 Jahre alt war und jedes davon ist so wunderschön. Ich liebe Pablo Neruda. Die deutsche Übersetzung kann es nie so rüberbringen, wie die original spanische Version, aber auch im Deutschen berührt er mich unglaublich.

Hier die Nr. 20 daraus,
das sage ich mir immer auf, wenn in der Nacht „die Gespenster“ kommen, Pablo Neruda ging es in der Nacht oft ähnlich, Gefühle intensivieren sich und man fühlt alles viel stärker, jede Emotion wird unheimlich groß.
***

Heute Nacht kann ich die trübsten, traurigsten Verse schreiben,  Schreiben etwa: „mit Sternen übersät ist das Dunkel, und blaugefroren zittern weit entfernte Gestirne“. Der Wind der Nacht zieht seine Kreise an Himmel, singend.
Heut nach kann ich die trübsten, traurigsten Verse schreiben.

Ich liebte sie, und manchmal hatte auch sie mich gerne.
In Nächten, so wie diese, hielt ich sie in den Armen.
Küsste sie viele Male untern endlosen Himmel. 
Sie liebte mich, und manchmal hatte auch ich sie gerne.

Wie denn nicht lieben, ihre großen, sicheren Augen.
Heut Nacht kann ich die trübsten, traurigsten Verse schreiben.
Denken, dass sie mir fern ist. Fühlen, das sie verloren.
Hören die öde Nachtluft, öder noch, seit sie fort ist.
Der Vers fällt auf die Seele wie Tau auf das Grasland.
Was macht`s, dass meine Liebe sie nicht bewahren konnte.
Sternbesät ist das dunkel und sie ist nicht mehr bei mir. 
Das ist alles.
Sehr ferne singt irgendwer, sehr ferne.
Mein Herz kann es nicht fassen, dass ich sie nicht mehr habe.

Wie um sie herzuholen, ist mein Herz auf der Suche.
Mein Herz ist auf der Suche und sie ist nicht mehr bei mir. 

Die gleiche Nacht und weißlich schimmern die gleichen Bäume.
Aber wir, die von damals, wir sind nicht mehr die gleichen.
Ja, ich liebe sie nicht mehr, doch wie liebte ich, damals.
Zum Wind liefe meine Stimme, um an ihr Ohr zu rühren.
Jetzt hat sie wohl ein andrer. Wie einst, eh ich sie küsste.
Den hellen Leib, die Stimme.

Die großen, großen Augen.

Ja, ich liebe sie nicht mehr oder lieb ich sie noch immer.

So kurz dauert die Liebe und so lang das Vergessen.
Denn in Nächten wie diesen hielt ich sie in den Armen.
Mein Herz kann es nicht fassen, dass ich sie nicht mehr habe.
Mag´s auch der letzte Schmerz sein, den ich durch sie erleide, sind´s auch die letzten Verse, die ich für sie nun schreibe.
***

Oh, wie wunderschön. Wie konnte er nur so schreiben, so fühlen, diese Intensität, darum, um so zu fühlen, beneiden ihn bestimmt sehr viele, die die dessen nicht fähig sind.

–>Tipp: Wenn Du schöne Poesie magst, fühlen willst, wie Worte gut geschrieben, gut gesagt, wirken können und Dich damit einlassen willst, Lies „Neruda“.  Alles von Ihm 🙂
(Wenn Du mich vergisst-ohhhhh)

Love Kimi
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